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Ausstellungen - Veranstaltungen - Termine

Neben den fest etablierten Exponaten zeigt das Deutsche Hugenotten-Museum auch zeitlich begrenzte Sonderausstellungen. Aktionen zu örtlichen Festen und kulturelle Veranstaltungen runden das Angebot ab.

1. Juli bis 31. Oktober 2020
Kabinettausstellung im Deutschen Hugenottenmuseum Bad Karlshafen

„Wie die Hugenotten nach Friedrichsdorf kamen?“

Friedrichsdorf ist eine der größten hugenottischen Koloniegründungen des 17. Jahrhunderts. Als letzte Kolonie in Deutschland gab sie Französisch als Amts- und Gottesdienstsprache auf. Viele Spuren der Hugenotten sind noch heute im Stadtbild zu erkennen.

Dies bewog die 11. Klasse der Philipp-Reis-Schule, Friedrichsdorf, gemeinsam mit ihrem Lehrer Dr. Christian Mühling zu einer Exkursion auf den Spuren der hugenottischen Stadtgründung.

Ausgerüstet mit Block und Digitalkamera brach die Klasse zu einer Exkursion auf, die über Recherchen in der eigenen Schulbibliothek, der Evangelisch-Reformierten Stadtkirche, dem Friedrichsdorfer Stadtarchiv bis hin ins Friedrichsdorfer Hugenottenmuseum führte.

Vor Ort fungierten Pfarrerin Gundula Guist, Alexander Weisgerber vom Friedrichsdorfer Hugenottenmuseum und Dr. Erika Dittrich vom Stadtarchiv als kundige Ansprechpartner.

Dann kam die Coronakrise. Doch dank einer schon weit vorangeschrittenen Digitalisierung an der Philipp-Reis-Schule und dem anhaltenden Engagement der Schüler konnte die Arbeit an dem Projekt zur Friedrichsdorfer Stadtgeschichte fortgesetzt werden.

Die von ihnen gewählten Themenschwerpunkte reichen von der Geschichte der Hugenotten in Frankreich, über ihre Ansiedlung bis hin zu Konflikten mit der einheimischen Bevölkerung vor Ort. Die Ausstellung bietet so ein reichhaltiges Bild über die Entstehung Friedrichsdorfs, das auch repräsentativ für die Entstehung anderer hugenottischer Gemeinden in Deutschland ist.

Schnell kristallisierte sich der Wunsch heraus, die eigenen Arbeitsergebnisse nicht verschwinden zu lassen, sondern durch die Anregungen im Friedrichsdorfer Hugenottenmuseum eine eigene kleine Ausstellung zu konzipieren.

Diese aus 11 Tafeln bestehende Ausstellung sollte eigentlich zunächst im Friedrichsdorfer Hugenottenmuseum ausgestellt werden, das aber aktuell renoviert wird.

Die Schule scheidet aufgrund der Coronabestimmungen leider ebenfalls vorerst als Ausstellungsort aus. Aus diesem Grund übernimmt das Deutsche Hugenottenmuseum spontan die die Sonderausstellung „Wie die Hugenotten nach Friedrichsdorf kamen?“

Infolge der von der hessischen Landesregierung vorgegebenen Abstandsreglungen ist leider keine Eröffnungsveranstaltung möglich.

Deutsches Hugenotten-Museum
Hafenplatz 9a, 34385 Bad Karlshafen

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10-17 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11-18 Uhr
Montags geschlossen

17. Mai bis 31. Oktober 2020: Glaubensflüchtlinge heute
Sonderausstellung im Deutschen Hugenotten-Museum
(Die Eröffnung und die Präsentation der Ausstellung wird infolge der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben).

Das Deutsche Hugenotten-Museum in Bad Karlshafen präsentiert im Jahr 2020 die Sonderausstellung mit dem Titel "Glaubensflüchtlinge heute". Diese wird am 17. Mai 2020 (Internationaler Museumstag) um 11.00 Uhr eröffnet.

Menschen wegen ihres Glaubens zu verfolgen, ist ein Verbrechen. Meist geht dies auch noch einher mit anderen schweren Menschenrechtsverletzungen: Verschleppungen, Folter, Gehirnwäsche oder sogar Mord. Wer Menschen Religionsfreiheit verweigert, nimmt ihnen ihre Identität. Die Sonderausstellung beschränkt sich bewusst nicht nur auf christliche Glaubensflüchtlinge sondern hat Verfolgte aller Konfessionen im Blick: u.a. Buddhisten aus Tibet, Muslime (Rohingya aus Myanmar oder Uiguren aus China), Êziden (aus dem Irak und der Türkei) sowie Christen aus dem Nahen Osten und Westafrika.

Religiöse Verfolgung schürt Krisen, Flucht und Vertreibung. So nimmt die Zahl der Glaubensflüchtlinge weltweit beängstigend zu. In Westafrika werden immer mehr Christen zur Zielscheibe islamistischen Terrors. Gläubige werden bedroht und angegriffen; es gibt entsetzliche Anschläge bei Gottesdiensten oder vor Kirchen. In Indien machen Hindu-Nationalisten sowohl Christen als auch Muslimen das Leben zur Hölle. Schlägerbanden überfallen Angehörige religiöser Minderheiten und zwingen sie, sich zum Hinduismus zu bekennen.

In Tibet werden Nonnen und Mönche aus buddhistischen Lehrinstituten vertrieben, um ihre Zahl künstlich niedrig zu halten. Nonnen werden gefoltert, nur weil sie Fotos des Dalai Lama bei sich tragen. Um das religiöse Leben der Muslime auszulöschen, macht die Kommunistische Partei Chinas nicht einmal Halt vor bedeutenden Kulturgütern: In Xinjiang/Ostturkestan lässt sie jahrhundertealte Moscheen niederreißen. Hunderttausende Uiguren und Kasachen werden in Umerziehungslagern der Gehirnwäsche unterzogen, um sie gewaltsam zu assimilieren.

Erstellt wird die Ausstellung in Kooperation mit der "Gesellschaft für bedrohte Volker" (GfbV), die ihren Sitz in Göttingen hat. Diese ist eine international tätige nichtstaatliche Organisation, die sich für den Schutz von Minderheiten weltweit einsetzt, insbesondere für die Rechte von religiösen, sprachlichen und ethnischen Minderheiten. Zu der Sonderausstellung, die vom 17. Mai bis zum 31. Oktober 2020 gezeigt wird, gibt es eine Begleitbroschüre.

Deutsches Hugenotten-Museum, Hafenplatz 9a, 34385 Bad Karlshafen / www.hugenottenmuseum.de. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10-17 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11-18 Uhr. Montags geschlossen.

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